Kirchen und Pilgern
Die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche St. Benedikt mit dem ersten in Freskotechnik geschaffenen Deckenbild Georg Asams wurde 1681-1686 im Hochbarock erbaut. Das Altarbild von Martin Knoller aus dem Jahr 1788 zeigt oben die Dreifaltigkeit, links Maria und rechts unten den Hl. Benedikt – Vater des abendländischen Mönchtums und Patron Europas. Die Deckenbilder stellen den Zyklus der Heilsgeschichte dar. 1973 erhob Papst Paul VI. die Kirche zur päpstlichen „Basilica minor“ und empfahl sie somit nachdrücklich als Wallfahrtsort. Aufgrund der unter dem Volksaltar ausgestellten Armreliquie des Hl. Benedikt, eine Schenkung Karls des Großen um das Jahr 800, gilt Benediktbeuern nach Montecassino und St.-Benoit-sur-Loire als drittwichtigster Benedikt-Wallfahrtsort weltweit. Wallfahrtsgruppen erhalten auf Wunsch den Segen am Ende ihrer feierlichen Pilgermesse oder -andacht mit der in Silber gefassten Benediktusreliquie.
Auf einer Entdeckungsreise durch die Basilika im Rahmen des Glaubens- und Lebensweges lassen sich Momente der Stille und der inneren Einkehr erleben. An mehreren Stellen findet man Anregungen, um über sich, das Leben und den Glauben nachzudenken.
Gottesdienst: von Palmsonntag bis Anfang November sonntags um 10.00 Uhr
An der Nordostecke der Basilika befindet sich die 1751-1753 errichtete Anastasiakapelle, die als einzigartiges Rokokojuwel gilt. Sie ist der Märtyrerin Anastasia gewidmet, die in der Christenverfolgung 305 unter Kaiser Diokletian ums Leben kam. Das Altarbild zeigt die Heilige als Fürbitterin für Kopf- und Nervenkranke. Reliquien von ihr, insbesondere die Kopfschale, werden hier in einer edlen Silberbüste aufbewahrt. Im Rahmen von Pilgermessen oder -andachten ist „das Aufsetzen“ dieser Reliquie möglich.
An der Nordseite der Basilika steht seit dem späten 17. Jahrhundert die Leonhardi-Säule, die als Wallfahrtsziel errichtet wurde. Sie ist eines der bedeutendsten Leonhardi-Denkmäler im Oberland und hat im Aufbau die Münchner Mariensäule zum Vorbild. Beim Neubau der Basilika von 1681-1686 wurde eine Leonhardkapelle eingerichtet. Das Altarbild zeigt den Hl. Leonhard als Beschützer von Mensch und Vieh und stammt vermutlich von Georg Asam. In Benediktbeuern findet alljährlich an dem Sonntag, der dem 6. November am nächsten ist, eine große Wallfahrt zu Ehren des Hl. Leonhard statt.
Unmittelbar neben dem barocken Klosterrichtergebäude, dem heutigen Pfarrhof, wurde in den Jahren 1963 bis 1965 die Marienkirche erbaut, um ein Gotteshaus in der Ortsmitte zu haben. Markant sind das Pyramidendach und die quaderförmigen Glas-Öffnungen der Seitenwände.
Gottesdienst: dienstags und donnerstags um 19.00 Uhr, samstags um 08.00 Uhr, sonn- und feiertags um 08.00 Uhr und 19.00 Uhr, von November bis 5. Fastensonntag auch um 10.00 Uhr.
Mariabrunn, eine kleine Kapelle mit einer Marienstatue, versteckt zwischen hohen Bäumen am Lainbach gelegen, hat ihre Ursprünge um das Jahr 1880. Jeden Freitag ab Ostern bis Ende September wird dort um 19.00 Uhr der Rosenkranz gebetet. Das ganze Jahr über bezeugen Kerzen und frische Blumen die große Verehrung der „Patrona Bavariae“. Direkt daneben findet sich ein Marterl zu Ehren des Hl. Josef.
Weitere Informationen zu den Gottesdiensten und zur Wallfahrt erteilt das
Katholische Pfarramt St. Benedikt
Dorfplatz 4
83671 Benediktbeuern
Tel. 08857-692890, Fax 08857-6928918
www.pfarrei-benediktbeuern.de
Evangelische Gottesdienste finden jeden letzten Sonntag im Monat um 18.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Infos erteilt die
Evangelische Kirchengemeinde
Dietrich-Bonhoeffer-Weg 1
83671 Benediktbeuern
Tel. 08851-5396
www.kochel-evangelisch.de














