Die Fraunhofer Glashütte im Kloster

In Folge der Säkularisation erwarb der Fabrikant Joseph von Utzschneider 1805 die Gebäude des ehemaligen Klosters Benediktbeuern, wo er eine Glashütte zur Herstellung von Gebrauchsglas und optischem Glas errichtete. Joseph von Fraunhofer, herausragender Forscher und Unternehmer, arbeitete von 1807 bis 1819 in diesem optischen Institut. Seine Aufgaben waren zuerst das Schleifen von Glas, dann die Herstellung von Fernrohren, Mikroskopen und von optischen Geräten für die Landvermessung.

Er arbeitete an der Herstellung von schlierenfreiem Glas und einem perfekten Schliff. Die von ihm selbst gefertigten Geräte nutzte er zur Forschung. Er beschäftigte sich mit dem Verhalten des Lichts und entdeckte dunkle Linien im Sonnenspektrum, die nach ihm benannten „Fraunhoferschen Linien“. Damit begründete er die Spektroskopie. Seine Analysemethoden gelten auch heute noch als Grundlage für die Erforschung des Weltalls.

Die Ausstellung in der historischen Glashütte umfasst zwei große Schmelzöfen mit Rührwerk zur Glasherstellung, Schautafeln sowie Werkzeuge zur Glas- und Metallbearbeitung, optische Instrumente und Vieles mehr.

Fraunhofer Glashütte, Fraunhoferstr. 2, 83671 Benediktbeuern
Öffnungszeiten: täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr, Eintritt frei

Museum zum Wirken Fraunhofers im Kloster Benediktbeuern